Schottland 1992

Urlaubseindrücke

Als erstes werde ich euch eine Auswahl von Bildern und kleinen Kommentaren zu meinen Schottland – Reisen präsentieren. Während meiner Auslandsverwendung auf dem Truppenübungsplatz Castlemartin  vom März bis November 1992 hatte ich genügend Zeit auch einige Abstecher außerhalb von Wales zu machen. Darunter war unter anderem eine 5-Tages Tour nach Schottland – erklärtes Ziel:

Die Heimat des Einen zu finden – des Einen unsterblichen McCloud aus „Highlander“ (vergessen wir besser die Fortsetzungen *aua*)

Ich hatte mitbekommen, das im Westen der Highlands Eileen Donan existiert, eine nette kleine Bucht, die außerdem das Film-Heimat-Schloss des Highlanders ihr Eigen nennt. Es galt also den Golf vollzupacken, einen geeigneten Beifahrer zu finden und loszupreschen. Den ersten Zwischenstopp legten wir in Liverpool ein – die Stadt ist eine Partyfalle. Super Pubs, viele Clubs mit Live-Music (hat ja nun auch historische Verpflichtungen) und nette Mädels… ich schweife ab. Mein Kumpan rief gegen 03:00 GMT seinen Bruder an, sang ihm etwas vor (keine Ahnung was, die Idee zählte) und wie wir wieder in unser Bett gekrochen sind entzieht sich meiner Kenntnis (frei nach Nixon „Sir, I have no clear memory of the incident!“).Von dort jagten wir weiter nach Edinburough, eine von zwei Eingangsstätten nach Schottland. Edinburgh ist die historisch, kulturell und Nachtlebentechnisch hochwertigere, während Glasgow eine industrielle Metropole mit Großstadtcharakter darstellt – mit einem eigenen Charme. Für E. sollte man sich schon 2-3 Tage Zeit nehmen, ich kann auch nur empfehlen, so man in dieser Zeit da ist, sich das Grand Tattoo anzusehen. Eine Show ersten Ranges im E.-Castle, Commandos seilen sich ab, Dudelsäcke und Militärkapellen, Feuerwerk, einfach ein prachtvolles Ereignis. Männer Achtung! In E. kann die Kreditkarte stark leiden, es gibt hier verflucht viele gute Einkaufsmöglichkeiten – sozusagen ein Klein-Londinium. Landestrachten gibt es natürlich auch, ja auch für den Nicht-Schotten. Aber auch hier ist eine wohlgefüllte Geldbörse gefragt, unter 1000 DM gibt es keine komplette Ausstattung mit Kilt, Barett und Schärpe.

 

 Die Bilder:

Abschlussfahrt Rom 1987 (Gutenberg-Gymnasium Bergheim)

Einer der Ausflüge die relativ ereignislos waren – mir ist nur wenig in Erinnerung geblieben… z.B. die Herberge in der Zwischenstation nach Italien – Stockbetten für ca. 10 Mann nebeneinander und 2 übereinander.

Rom war… – halt Rom, wir haben die Fontana di Trevi besichtigt, die Spanische Treppe, den Petersdom, das Kolosseum und mir wurde eine Sonnenbrille von Strassenkindern auf einem Flohmarkt geklaut. Es wurde also alles geboten was ein Touri so haben will.

Die Bilder:

Schüleraustausch Philadelphia 1986 (Gutenberg-Gymnasium Bergheim)

 

Ich in den USA und ein Traum wird Englisch

Wer oder was mich zu einer Teilnahme an einem Schüleraustausch getrieben kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Eigentlich war ich zum damaligen Zeitpunkt nicht besonders kontakfreudig, aber im Nachhinein kann ich sagen, es war ein gute Erfahrung.

Unsere Partnerschule befand und befindet sich noch in Philadelphia, Heimat der Liberty Bell, dort wo die Declaration of Independece aufgesetzt wurde. Die St. Josephs Preparatory ist eine High School, geleitet durch Jesuiten. Entspricht vom Standard etwa unseren Gymnasien. Ich hatte 2 verschiedene Austauschpartner. Derjenige, der mich in den USA aufnahm, Robert (Bob) Mannino, seht ihr hier unten, mit seiner Mutter und Schwester. Das Haus muss es in sich haben – nach 3 Nächten träumte ich auf Englisch.. ich hatte die Tage zuvor einen Wälzer namens „Texas“ gelesen der mir dann natürlich im Kopf rumspukte.

Von meinen Erlebnissen in den USA gibt es mit Sicherheit vieles zu berichten. Hier nur 3 oder 4 kurze Highlights – ich war der einzige, der sich die Schuljacke der St. Joe’s Prep des Soccer-Teams holte, bin im Kopf eben Fussballer, aber drüben zu dem Zeitpunkt dann eher ein Freak *grins*. Jeder andere der deutschen Austauschpartner wollte natürlich Football mit der Nummer 72, dem Defense Player der Chikago Bears, William Perry. Oder wie ich mir den Bauch auf einer Fahrt nach New Avalon in New Jersey mit Dunkin‘ Donuts verdorben habe. Der Besuch unserer Damen, die in einem Mädcheninternat ihre Partnerinnen hatten, war richtig nett – ich war mit Michael Simons, einem damaligen guten Freund, in einer Matheklasse und musste den Mädels ein gleichschenkliges Dreieck auf Englisch erklären. In New York, an unseren letzten beiden Tagen, war ich dann auch auf den Twin Towers – man kann nur schwer begreifen, wie solche Gebäude einstürzen können.

Als die Amis dann uns besuchten, bekam ich einen anderen Partner. Bob war bereits einmal bei einem Austausch dabei und hatte mich nur sozusagen als Überhang in den USA genommen. Da aber einer der anderen deutschen Schüler keinen Platz für seinen Partner hatte, kam Steve dann zu mir (der in dem roten T-Shirt). Ich kam mir in den USA nicht gerade eingesperrt oder gegängelt vor, aber die Amis haben hier richtig die Sau fliegen lassen. Vielleicht lag es auch am guten Wetter oder aber der Alkohol ist hier einfacher als Jugendlicher zu bekommen – Kopfschmerzen waren vorprogrammiert. Alles in allem war die Erfahrung aber toll.

 

Die Bilder: